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Christel Happach-Kasan: Chancen der grünen Gentechnik nutzen

Originalmeldung von Dr. Christel Happach-Kasan MdB, Forum Grüne Vernunft e.V.
Original-URL: www.gruenevernunft.de
Entgegnung auf den Kommentar von Christoph Then zum Interview mit Prof. Hans-Jörg Jacobsen im "Cicero"

Sehr geehrter Herr Then,
 

das Interview von Prof. Hans-Jörg Jacobsen vom 15. Juni 2012 „Bio? Ein Mythos!“ ist wirklich lesenswert. Leider gehen Sie nur sehr eingeschränkt auf seine Argumente ein. Schon die Überschrift Ihrer Entgegnung führt in die Irre. „Man darf Äpfel nicht mit Birnen vergleichen“ - warum eigentlich nicht? Birnen und Äpfel gehören zu den Pyrinae, den Kernobstgewächsen und sind nah miteinander verwandt. Genauso ist es sinnvoll, die äußere Anwendung von Bt-Präparaten mit dem Anbau von Bt-Pflanzen zu vergleichen, die den Wirkstoff in sich haben. Die Bekämpfung von Schadinsekten mit Bt-Präparaten ist nämlich nicht immer erfolgreich. Die Raupen des Maiszünslers dringen sehr schnell in die Pflanze ein, aufgesprühte Bt-Präparate helfen dann nicht. Bt-Pflanzen sind dagegen für die Maiszünslerraupen giftig. Die umfangreichen Untersuchungen in Bayern haben gezeigt, dass sich für Mensch und Umwelt durch den Anbau von Bt-Pflanzen keine Risiken ergeben.

Ihre Kernthese besagt, dass gentechnisch veränderte Pflanzen Risiken für Mensch und Natur ergeben. Bei jedem Risiko ist zu fragen, wie hoch ist die Eintrittswahrscheinlichkeit des erwarteten negativen Ereignisses und welche Konsequenz hat das negative Ereignis? Beides beantworten Sie nicht. Risiken stehen oftmals Chancen gegenüber. Die Chancen erwähnen Sie nicht.
 

Sie behaupten „in manchen Regionen“ hätten sich gentechnisch veränderte Pflanzen „unkontrolliert“ ausgebreitet. Leider sagen Sie nicht, in welchen Regionen, in welchem Umfang und mit welchen Folgen. Das sollte man schon wissen, wenn man eine Züchtungsmethode unter Generalverdacht stellt. Außerdem ist darauf hinzuweisen, dass es gerade nicht gezüchtete Pflanzen, also Wildpflanzen sind, die die Fähigkeit haben, sich ohne Unterstützung durch den Menschen auszubreiten. Zum Beispiel breitet sich in Europa die Beifuß-Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia) unkontrolliert aus. Die Ambrosie ist eine in den USA heimische Wildpflanze. Sie bildet sehr viele Pollen, da sie vom Wind bestäubt wird. Ihre Pollen zählen zu den stärksten Allergie-Auslösern. Die Ambrosie hat negative Auswirkungen auf die Gesundheit und ist außerdem in manchen Kulturen ein Problemunkraut.
 

Sie behaupten, der Verzehr gentechnisch veränderter Pflanzen habe Auswirkungen auf das Immunsystem. Da inzwischen gentechnisch veränderte Pflanzen auf 160 Mio. Hektar Fläche angebaut werden, seit 10 Jahren in den USA der Anteil von gentechnisch verändertem Soja über 80% liegt, sollten doch wohl konkretere Aussagen über Auswirkungen auf das Immunsystem gemacht werden können, wenn es sie tatsächlich geben sollte. Tiere werden dort nahezu ausschließlich mit gv-Pflanzen gefüttert und auch Tiere haben ein Immunsystem.
 

Prof. Jacobsen hat auf die zahlreichen Feldzerstörungen hingewiesen, durch die Gentechnikgegner Forschungen verhindert und in der Konsequenz aus Deutschland vertrieben haben. Sie gehen darauf nicht ein.
 

Ihr Kommentar zum Interview "Bio? Ein Mythos!" bringt uns in der Diskussion über die Gentechnik nicht weiter. Wir müssen in Deutschland Wege finden, die Chancen der Züchtungsmethode zu nutzen, z. B. durch den Anbau von Pflanzen, die gegen Schadorganismen resistent sind.
 

Mit freundlichen Grüßen
 

Christel Happach-Kasan, MdB